Drehpunkt Altersheim

Was verbindet eine chaotische Klasse, drei ungewöhnliche Altersheim Bewohnerinnen und ein Kriminalfall miteinander? Das Theater «Drehpunkt Altersheim» kann mit seinen bizarren Figuren und witzigen Kostümen diese Handlungspunkte auf kreative Art miteinander zusammenführen.

8. Klasse, Derendingen

Leitung: Lea Bleuer und Eliane Stüdeli
Theaterpädagogin: Martina Mercatali


Die Handlung beginnt zunächst in einem Klassenzimmer, wo ein neuer Lehrer die Schulklasse betritt und immer wieder in Konflikt mit dem Schulleiter steht. Weiter geht es im Altersheim, wo wir gemeinsam mit der Schnupperlernenden Beatrix, den schrägen Bewohnerinnen und Betreuern vorgestellt wurden.

Die Yoga Lehrerin sagt darauf nur: «Mir gfaut dini negativi Energie gar nid. Rütsch e haube Meter us em Kreis»

Hier waren besonders die Kostüme der alten Frauen Rosie und Margrit ein Highlight, kombiniert mit der guten Darstellung der Schauspielerinnen gaben sie ein überzeugendes Bild. Ein weiteres Schauspiel Highlight war der übermotivierte Krankenpfleger Gregor, der mit energetischen Bewegungen und überspitzem Dialog eine tolle Bühnenpräsenz hat.

Ursi, eine weitere Bewohnerin des Altersheims, ist in Wahrheit eine Drogenhändlerin und steckt unter einer Decke mit der Yogalehrerin. Gemeinsam wollen sie Fly-High-in-the-Sky-Cookies, in denen Drogen versteckt sind, schmuggeln. Doch diese landen über Umwege bei der Freundin eines Klassenkameraden. Mithilfe ihrer Tochter, welche genötigt wird Informationen zu sammeln, kann die Polizistin den Kriminalfall lösen und die Drogenhändlerin überführen.

Im Theater integriert sind ausserdem noch zwei Tanzsequenzen, welche beide gut einstudiert sind. Die Übergänge verlaufen flüssig mit Dialog oder passender Musik, sodass das Publikum immer beschäftigt bleibt. Die Lichttechnik hat ebenfalls zum Bühnenerlebnis beigetragen. Als Rosie und Margrit durch Ursi und die Yogalehrerin manipuliert Marihuana rauchen wurde das Licht beispielsweise grün.

Die Kostüme, manchmal sogar selbst gemacht (wie zum Beispiel das «I love math» T-shirt des Strebers) untermalen das Theater noch einmal gut

Kommentar von Ronja
Das Theater hat viele, zunächst total willkürliche Szenen, die jedoch alle schlussendlich zu einem Handelsstrang führen. Jede Szene ist relevant zur Handlung, was das Theater kompakt und unterhaltsam macht.


Text: Ronja von Burg, Kantonsschule Solothurn
Fotos: Leticia Sienicki & Ümmet-Ali Zilkifli, Kantonsschule Solothurn

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