Es geschah in der Schule
Prüfungsangst, Notenstress – oder sonst irgendein Blödsinn. In der Schule ist immer etwas los! Der Theaterfreikurs der 1.Sek aus Solothurn hat sich vom Schulalltag inspirieren lassen und führt nun verschiedene Szenen rund um die Schule vor.
Theaterfreikurs 1, Solothurn (Schützenmatt)
Leitung: Mirco Koch
Theaterpädagogin: Martina Mercatali
Ein Mann mit einer gelben Latzhose und einem braunen Hut betritt die Bühne. Es ist der Abwart Herr Stucki, der mittlerweile einfach genug vom ständigen Vandalismus an der Schule hat. Neben Vandalismus beschäftigt auch Mobbing die Schule. Ein Mädchen stösst ihre Mitschülerin beim Reden vorne an der Wandtafel weg. Andere Schülerinnen machen sich über ihre Kameradin lustig, die immer in ihre Bücher vertieft ist und von ihren Eltern stark wegen den Schulnoten unter Druck gesetzt wird. Und ein Junge ist von der Schule so gelangweilt, dass er auf die Idee kommt, mit seinem Freund einen Streich zu spielen. Die Beiden wollen dem Abwart in der Nacht einen Böller vor die Füsse legen. Der Abwart fällt bei dieser Aktion zu Boden und bleibt regungslos liegen.
Später im Chemieunterricht steht auf einmal der Schulleiter hinter dem Lehrerpult. Seit der «Deo-Bomben-Aktion» von letzter Woche will niemand mehr diesen Job haben. Der Unterricht findet aber trotzdem statt, heute steht sogar ein Experiment auf dem Programm. Bevor der Schulleiter mit einem Schüler abseits der Klasse reden kann, sagt er der Klasse, sie sollen die Finger vom Schrank mit den Chemikalien lassen. Damit könne man gefährliche Explosionen erzeugen. Doch zwei Schülerinnen folgen den Anweisungen nicht und verursachen einen lauten Knall. Dieser Unfall hinterlässt einen Schaden von mehreren tausend Franken. Deshalb kann sich die Schule keine neuen Überwachungskameras leisten, auf die der Abwart aber besteht. Die Geschehnisse in der letzten Zeit machen Herr Stucki zu schaffen, sodass er eine längere Pause als Schulabwart machen will.
Nachdem Vandalen auf dem Pausenplatz einen Mülleimer ausgeleert haben und sich die gemobbten Mädchen bei der Schulleitung melden, trommelt der Schulleiter die ganze Schule zusammen. Und mit diesem Satz endet das Stück: «Der froget üch secher, worom mer üs aui versammlet hei!»
Kommentar von Max
Das Stück zeigte mit den verschiedenen Handlungen gut die unterschiedlichen Ursachen und Folgen der Themen Mobbing und Vandalismus und wie belastend es für die Betroffenen sein kann.
Kritikpunkt: Ich fand das Stück etwas verwirrend, da verschiedene Handlungen gleichzeitig erzählt wurden und erst am Schluss zusammenfanden. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass die Figuren einen Persönlichkeitswandel durchmachen: Der Abwart war schon zu Beginn am Ende seiner Kräfte und auch die Mobberinnen mobben weiter.
Text: Max Müller, Kantonsschule Olten
Fotos: Tao Steffen & Fabian Bichsel, Kantonsschule Olten