Jugendgang

In Bettlach treibt eine Jugendgang ihr Unwesen. Die Jugendlichen bedrohen andere und wenden auch körperliche Gewalt an. Die auftretenden Schüler thematisieren dieses Problem in einer Szenencollage. In den verschiedenen Teilen des Stücks wird gezeigt, wie die aktuelle Situation Eltern, Anwohner, Presse und andere Bevölkerungsmitglieder beschäftigt.

9. Klasse, Bettlach

Leitung: André Siegenthaler
Theaterpädagogin: Martina Mercatali


In Bettlach treibt eine Jugendgang ihr Unwesen. Sie ist gewalttätig und bedrohend. Etwas, was sich schnell herumspricht. Unter anderem auch bei Schülerinnen und Schülern der auftretenden 9. Klasse. Sie haben sich mit der Problematik dieser Gruppen auseinandergesetzt und haben es zum Thema für ihr Theaterstück gemacht. Zusammen haben sie sich für eine Szenencollage entschieden. In den verschiedenen Teilen ihres Spiels, zeigen sie wie die Thematik die Bewohner in Bettlach bewegt und beschäftigt.

Es beginnt mit einem Podcast. Die Schulkinder sitzen zusammen und hören sich einen Ausschnitt aus einem Podcast an. Daran wird die Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut, über die Situation in Bettlach interviewt. Die Schüler stoppen den Podcast und fragen sich: Was passiert mit den Jugendlichen? Müssen sie Sozialstunden leisten? Oder sogar ins Gefängnis?  
Anfangs werden zwei Mädchen gezeigt. Sie sitzen in der Schule und unterhalten sich über die aktuellen Ereignisse in Bettlach. Das Mädchen links zeigt ein Video. Im Video geht es um die Taten der Jugendgruppen. Beide sind schockiert. In Bettlach? Das kann fast nicht sein. Beide haben nun Angst allein nach draussen zu gehen.  
In einem weiteren Beispiel will ein Mann Anzeige erstatten. Herr Keller schildert das Geschehen in Bettlach. Die Jugendlichen haben einen Mülleimer im Quartier angezündet. Herr Keller ist nach draussen gegangen und wird dann auch noch mit einem Messer bedroht. Der Polizist nimmt seine Aussage auf und versichert ihm, dass sie sich darum kümmern werden.  
Aber was sind nun die Konsequenzen dieser Taten? In der letzten Szene unterhalten sich drei Anwältinnen darüber, welche Strafe die Jugendlichen bekommen sollen. Sie reden darüber, wie dumm die Jugendlichen sind. Diese haben nämlich ihre Straftaten nicht nur gefilmt, sondern auch auf den Sozialen Netzwerken geteilt. Die Jugendlichen werden wohl Sozialstunden leisten müssen und eine Busse zahlen.

Zum Schluss sieht man wieder die Schüler. Sie hören den Podcast zu Ende. Barbara Leibundgut berichtet, dass die Lage beunruhigend sei. Sie habe noch nie etwas in diesem Ausmass in Bettlach erlebt.


Kommentar von Jana
Das Stück war sehr spannend zum Anschauen. Auch regt es zum Nachdenken an. Müssen wir uns jetzt auch in kleineren Dörfern Sorgen machen? Nebst solchen Gedanken aber war ich sehr begeistert, mit welcher Freude die Schüler das Spiel gespielt und umgesetzt haben.  


Text: Jana Tarnuzzer, Kantonsschule Olten
Fotos: Fabian Bichsel & Tao Steffen, Kantonsschule Olten

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