«Die Schultheaterwoche ist für mich eine Herzensangelegenheit»
Interview mit Regierungsrat Mathias Stricker, der am Dienstagabend zwei Vorstellungen der Schultheaterwoche (STW) im Stadttheater Olten besucht hat.
Interview: Max Müller, Kantonsschule Olten
Max Müller (MM): Als Regierungsrat haben sie einen vollen Terminkalender – und doch haben Sie Zeit gefunden für die STW. Warum?
Mathias Stricker (MS): Es war mir sehr wichtig die Zeit zu finden, da der Kanton die STW unterstützt, auch finanziell. In meinem früheren Leben als Lehrer habe ich mehrfach persönlich mit meinen Klassen an der STW teilgenommen. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, dass man das unterstützt und ich bin gerne gekommen.
MM: Wann standen sie erstmals selber auf einer Bühne?
MS: Ich habe während meiner Schulzeit mal an einem Theaterfreikurs teilgenommen und gelernt auf der Bühne zu stehen, Übungen zu machen und etwas darzustellen, vorzuspielen. Ich finde es wichtig, dass - wenn man solche Möglichkeiten hat, die auch nutzt und immer wieder trainiert.
MM: Und wann standen sie das letzte Mal auf einer Bühne?
MS: Vor zwei Wochen hier auf dieser Bühne durfte ich bei einer Tagung ein Grusswort an die Teilnehmenden richten. Nicht als Schauspieler, sondern als RR.
MM: Sie haben selber Erfahrung mit Theater sammeln können. Was macht für Sie ein gutes Theaterstück aus?
MS: Verschiedene Aspekte, wie: der Inhalt, der traurig oder lustig sein kann. Oder das Thema, das aufgegriffen wird. Szenische Darstellungen können interessant sein. Ich finde: Die Vielfalt macht es aus.
MM: Warum sollte man aus ihrer Sicht als Lehrer an der STW teilnehmen?
MS: Ich finde es ganz wichtig, den Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, auf einer Bühne zu stehen. Ich habe erlebt, dass SuS, die vielleicht in der Schule ein paar Sachen nicht so gerne gemacht haben, hier auf der Bühne aufgelebt sind, ihr Talent entdeckt haben und es genossen, etwas darzustellen.
MM: Und warum aus ihrer Sicht als Regierungsrat?
MS: Ich bin Bildungsdirektor – und Bildung ist mir sehr wichtig. Theater spielen hat ganz viel damit zu tun.